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Hartz5: KUSCHE(L)N

Existenzielle Motivation ist ja angeblich bei weit mehr Menschen als grundsätzlicher menschlicher Charakterzug vorhanden (sofern das Gehirn noch nicht im Alkohol schwimmt, was aber auch menschliche traurige Gründe hat, die nach Hilfe schreien!) als angebliches vorsätzliches Schmarotzertum und Faulheit. Der Mensch soll ja angeblich ein KREATIVES Geschöpf sein. Vielleicht könnte sich je nach Auftraggeber einer statistischen Studie der ideologische Schwerpunkt unterscheiden (was bereits ein bißchen verschwörerisch klingt), aber die einseitige unterschwellig demagogische Tendenz zur Behauptung, daß der Steuerzahler moralisch besser dastehe als das Hartz4-„Pack“ zeugt nicht von Solidarität geschweige denn Verständnis für die konkreten Schicksale hinter der Arbeitslosigkeit. Ein Kommentator erwähnte ja bereits sehr richtig die würdelose Unterbezahlung von Jobs, was ich als Betreuungskraft im unfreiwilligen Betreuxit (der Pflexit der Betreuer) nur bestätigen kann: ein großer katholischer kirchlicher Träger zum Beispiel (bei Nennung seines Namens droht mir eine Anzeige, da ich dort im Sommer 2020 einen Coronaskandal aufdeckte und kündigen musste) wirbt heuchlerisch mit seinem Niedrigstlohn-„Haustarif“ als überdurchschnittlich (in echt: 100-200€ weniger Monatsgehalt als bei anderen, selber erlebt!) und ein anderer, evangelischer Träger, stellte mich letztes Jahr wegen Konfessionslosigkeit nicht ein, was diskriminierend und darüber hinaus sogar gesetzlich verboten ist. Nach einer gutgemeinten teuren Weiterbildung im 4-stelligen Bereich (hallo Steuerzahler!) stehe ich jetzt genauso schlecht dar auf dem Arbeitsmarkt, da bei 99% aller Jobs im Digitalzeitalter der Hochschulabschluss und 2 Jahre Agenturerfahrung wichtiger sind als Kompetenzen durch 30 Jahre erfolgreiche Projekterfahrung (siehe z.B. mein geprüfter Lehrstoff auf SCHULGEDICHTE.DE für das Schulministerium NRW). Als extrem kreativer und extrem motivierter Digitalbetreuer nutze ich auch „arbeitslos“ jede freie Lebensminute, um NICHT NUTZLOS dahin zu vegetieren, sondern zumindest aufgrund eigener Projekte im soziokulturellen Spektrum zum systemrelevanten seelisch-geistigen Mehrwert von Kultur einen Beitrag zu leisten, denn: KÜNSTLER sind nie „arbeits“-los, es gibt IMMER unerledigte Visionen/Konzepte in der Schublade. Arbeit gibt es für Visionäre in einer kranken, kaputten Welt immer genug, aber in ein Angestellten-Verhältnis kommen oftmals nicht die Besten, Klügsten, Ehrlichsten, Aufrichtigsten, Progressivsten und Kritischsten, sondern die Mitläufer, Duckmäuser und Kuscher, aber leider auch jene, die sich ausbeuten lassen müssen, weil sie unter dem Druck finanzieller Verpflichtungen stehen, die sie zwingen, schlechte Arbeit für zu wenig Geld zu machen. Mitläufer habe ich selber schockiert in der Betreuung erlebt: Betreuer*INNEN, die lieber „passivieren“ als aktivieren, um nur das Häkchen in der Dokumentation für den MDK korrekt zu setzen, aber sich völlig empathielos nicht mit individueller Biografiearbeit der einzelnen Heimbewohner zu beschäftigen. Dabei haben unsere Senioren so spannende Lebensgeschichten zu erzählen, die man berücksichtigen kann, um ihren Lebensabend positiv zu gestalten, mit Lebensfreude statt Resignation. Die Resignation findet auf allen Seiten statt und erzeugt einen selbstverstärkenden Spiegelungseffekt! Das muss nicht sein! Die Alternative darf nicht in einer Bürgergeld-BRD nach der Coronakrise lauten „KUSCHEN STATT KUSCHELN?“, um die Formulierung des Reporters aufzugreifen, daß Hartz4-Empfänger es sich „kuschelig machen“ wollen, sondern RESPEKT STATT RESTRIKTIONEN! Hinter Hartz4-Schicksalen stehen so viele interessante Lebensgeschichten, die einmal thematisiert werden sollten! Darüber ließe sich ein Bestseller schreiben, dessen Verkaufserlöse zugunsten von Hartz4-Stiftungen fließen könnten, um Menschen mehr Möglichkeiten zu bieten, ihren SINNVOLLEN PLATZ in der Solidargemeinschaft zu finden. Denn JEDER MENSCH braucht einen Lebenssinn, um nicht zugrunde zu gehen, sondern erhobenen Hauptes Mut zu fassen, nochmal die Zukunft neu zu planen. Eine Demokratie sollte auch eine SEELISCHE Solidargemeinschaft sein, nicht nur eine neurotisch-ökonomische Verwahrungsanstalt, die ihre Statistiken glatt bügelt…

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